Der Maßnahmenplan beim Hausnotruf Klare Abläufe im Notfall – individuell für Sie abgestimmt
Der Maßnahmenplan legt fest, was nach einem ausgelösten Notruf passiert. So weiß unsere Notrufzentrale sofort, wer zu kontaktieren ist und welche Besonderheiten zu beachten sind.
Ein Hausnotruf gibt Sicherheit, weil im entscheidenden Moment schnell Hilfe organisiert werden kann. Der Maßnahmenplan legt dabei fest, was nach einem ausgelösten Notruf passieren soll. Dazu erfassen wir Ihre persönlichen Daten, wichtige Hinweise für die Notrufzentrale und die Kontakte, die informiert werden sollen. Der Notfallplan wird gemeinsam mit Ihnen oder Ihren Angehörigen erstellt und auf Ihre persönliche Situation abgestimmt.
So müssen Sie im Notfall nicht erst erklären, wer helfen kann, wo ein Schlüssel hinterlegt ist oder welche Besonderheiten zu beachten sind. Die wichtigsten Informationen liegen unserer Notrufzentrale vor und bilden die Grundlage für das weitere Vorgehen.
Kurz erklärt: Der Maßnahmenplan ist eine individuelle Handlungsgrundlage für den Hausnotruf. Er beschreibt, wen AUTAVIE in welcher Reihenfolge kontaktiert und wann weitere Hilfe organisiert wird.
Was ist ein Maßnahmenplan beim Hausnotruf?
Ein Maßnahmenplan ist eine schriftliche Vereinbarung für den Fall, dass ein Hausnotruf ausgelöst wird. Er beantwortet die wichtigsten Fragen für die Notruf- und Serviceleitstelle:
Der Plan sorgt für klare Abläufe. Er ersetzt nicht die individuelle Einschätzung der Situation durch die Fachkraft in der Notrufzentrale. Vielmehr verbindet er die Angaben, die Sie vorab machen, mit dem persönlichen Gespräch nach dem Alarmeingang.
Was passiert, wenn der Notruf ausgelöst wird?
Der Alarm erreicht die Notrufzentrale
Sobald Sie den Notrufknopf drücken, geht das Signal in der Notruf- und Serviceleitstelle in Münster ein. Die Mitarbeitenden sehen, von welchem Anschluss der Alarm ausgelöst wurde. Die im Maßnahmenplan hinterlegten Informationen können dadurch direkt berücksichtigt werden.
Die Notrufzentrale stellt eine Sprechverbindung her
Unmittelbar nach dem Alarmeingang versucht die Fachkraft, über die Basisstation in der Wohnung oder über das Mobilteil mit Ihnen zu sprechen. Mit ruhigen und gezielten Fragen wird zunächst geklärt, was passiert ist und welche Hilfe benötigt wird.
Beispiele für solche Fragen sind:
So kann die Situation eingeordnet werden. Ein Sturz ohne erkennbare Verletzung erfordert möglicherweise andere Schritte als ein medizinischer Notfall.
Die vereinbarten Maßnahmen werden eingeleitet
Die Fachkraft handelt auf Grundlage des Gesprächs und des gemeinsam erstellten Maßnahmenplans. Je nach Situation können die hinterlegten Angehörigen, Nachbarn oder andere Vertrauenspersonen kontaktiert werden. Wenn medizinische Hilfe erforderlich ist, wird der Rettungsdienst alarmiert.
Ist ein Bereitschaftsdienst vereinbart, kann dieser ebenfalls als zusätzliche Unterstützung vor Ort eingesetzt werden. Die konkrete Entscheidung richtet sich immer nach der Situation und den vorab vereinbarten Kontakten und Maßnahmen.
Der Vorgang wird dokumentiert
Der ausgelöste Alarm und die eingeleiteten Schritte werden dokumentiert. Wenn Sie oder Ihre Angehörigen nicht die erste Kontaktperson waren, können die betreffenden Angehörigen anschließend über den Vorfall und die eingeleiteten Maßnahmen informiert werden.
Wie wird der Maßnahmenplan erstellt?
Der Ablauf hängt davon ab, wie Sie Ihren Hausnotruf erhalten.
Hausnotruf online bestellen
Wenn Sie das Hausnotrufgerät online bestellen, können Sie den Maßnahmenplan direkt bei der Bestellung mit ausfüllen. Anschließend wird er gemeinsam mit Ihnen abgestimmt.
Installation durch einen Techniker
Kommt ein Techniker zu Ihnen nach Hause, um das Hausnotrufgerät zu installieren, kann der Maßnahmenplan gemeinsam vor Ort ausgefüllt werden. Der Techniker geht die vorgesehenen Angaben mit Ihnen durch und nimmt die Informationen auf, die für die spätere Alarmbearbeitung wichtig sind.
Welche Informationen werden im Maßnahmenplan festgehalten?
Der Notfallplan für Ihren Hausnotruf enthält die Angaben, die AUTAVIE im Alarmfall zur eindeutigen Zuordnung und zur Organisation der Hilfe benötigt.
Teilnehmerdaten
Im Formular werden unter anderem folgende Teilnehmerdaten erfasst:
Angehörige und weitere Kontaktpersonen
Zusätzlich wird festgehalten, wer als nächste Angehörige oder nächster Angehöriger kontaktiert werden kann. Dazu gehören beispielsweise:
Für die Kontaktaufnahme sollten möglichst mehrere Telefonnummern angegeben werden. So kann die Notrufzentrale bei Bedarf den nächsten hinterlegten Kontakt erreichen.
Notfallkontakte mit Schlüssel
Mindestens zwei Notfallkontakte mit Schlüssel sollen angegeben werden. Das können Personen oder Dienste sein. Im Maßnahmenplan werden für diese Kontakte unter anderem Name, Telefonnummern, Kontaktart und Wohnort festgehalten.
Die Schlüsselkontakte sind besonders wichtig, wenn die betroffene Person nicht über die Sprechverbindung erreicht werden kann und jemand vor Ort nach dem Rechten sehen soll. Ob und wie ein hinterlegter Schlüssel genutzt wird, richtet sich nach dem vereinbarten Ablauf und der konkreten Situation.
Häufige Fragen
Muss ich Angaben zu meinem Krankheitsbild machen?
Nein. Die Angabe zum Krankheitsbild ist freiwillig. Sie können selbst entscheiden, welche persönlichen oder gesundheitlichen Informationen Sie im Maßnahmenplan hinterlegen möchten.
Was passiert, wenn nach dem Alarm kein Sprechkontakt möglich ist?
Bei einem Notruf ohne Sprechkontakt wird zunächst versucht, die teilnehmende Person telefonisch zu erreichen. Anschließend wird nach dem festgelegten Maßnahmenplan und der konkreten Situation weiter verfahren. Je nach Vereinbarung können Kontaktpersonen oder der Bereitschaftsdienst einbezogen werden.
Was passiert, wenn Angehörige nicht erreichbar sind?
Die Notrufzentrale orientiert sich an den hinterlegten Kontakten und der vereinbarten Reihenfolge. Wenn ein Bereitschaftsdienst gebucht wurde, kann dieser bei geeigneten Situationen zusätzliche Hilfe vor Ort leisten. Bei medizinischen Notfällen wird der Rettungsdienst alarmiert.
Kann der Bereitschaftsdienst zum Hausnotruf hinzugebucht werden?
Ja. Der Bereitschaftsdienst kann als Zusatzleistung zum stationären Hausnotruf, zu CARU care oder zum Kombi-Notruf hinzugebucht werden. Er kostet 32 € pro Monat inklusive aller Einsätze. Für die Abholung zur Schlüsselhinterlegung fallen einmalig 49 € an.
Letzte Aktualisierung: 12.08.2026