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Das KRITIS-Dachgesetz umsetzenZertifizierte Sicherheitstechnik nach VdS 2311 und DIN 14675

Das KRITIS-Dachgesetz verlangt angemessenen physischen Schutz nach dem Stand der Technik. Wir planen, errichten und dokumentieren die Technik, die diesen Nachweis trägt.

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Als Betreiber einer kritischen Infrastruktur (KRITIS) tragen Sie Verantwortung für das Funktionieren unserer Gesellschaft. Mit dem KRITIS-Dachgesetz rückt der physische Schutz von KRITIS-Einrichtungen in den Fokus. Wir, die SITRONIC-Sievers, sind Ihr nach VdS 2311 und DIN 14675 zertifizierter Partner für die technische Umsetzung dieser Anforderungen. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir ein wirtschaftliches Sicherheitskonzept, das zu Ihrer Risikolage und zu den gesetzlichen Vorgaben passt.

Das KRITIS-Dachgesetz: Rechtsrahmen und Pflichten im Überblick

KRITIS-Dachgesetz, NIS-2, DORA und CRA: Was für wen gilt

Vier Regelwerke greifen derzeit ineinander. Für den physischen Schutz sind vor allem die ersten beiden relevant: Das KRITIS-Dachgesetz regelt die physische Sicherheit, das NIS-2-Umsetzungsgesetz die Cybersicherheit. Wer unter NIS-2 fällt, muss physische Sicherheit ebenfalls nachweisen — dort ist sie ein Teilbereich des Risikomanagements.

KRITIS-Dachgesetz

Fokus auf physische Sicherheit und Resilienz kritischer Anlagen: Zutritt, Sabotage, Diebstahl, Brand, Naturgefahren. Aufsicht führt das BBK. Betroffen sind Betreiber kritischer Anlagen in zehn Sektoren, in Deutschland rund 2.000 Unternehmen und Einrichtungen.

AufsichtBBK EU-GrundlageCER-Richtlinie In Kraft17. März 2026

NIS-2-Umsetzungsgesetz

Fokus auf digitale Sicherheit: IT-Systeme, Cybersicherheit, Lieferkette. Physische Sicherheit ist hier ein Teilthema des Risikomanagements, etwa über Zutritts- und Zugangskontrollen. Betroffen sind deutlich mehr Unternehmen als beim Dachgesetz, in Deutschland rund 30.000 — ab 50 Beschäftigten sowie Jahresumsatz und Jahresbilanzsumme über 10 Millionen Euro.

AufsichtBSI EU-GrundlageNIS-2-Richtlinie In Kraft6. Dezember 2025

Zwei Sonderfälle, die Sie kennen sollten

DORA gilt ausschließlich für Finanzunternehmen und ist gegenüber NIS-2 das speziellere Recht, wird also vorrangig angewendet. Für sicherheitstechnische Errichter besteht daraus zunächst kein unmittelbarer Handlungszwang — die Ausgestaltung des Regelwerks verantwortet das Finanzunternehmen.

Der Cyber Resilience Act (CRA) betrifft Produkte mit digitalen Elementen und ist Teil der CE-Kennzeichnung des Herstellers. Er verlangt Security by Design über den gesamten Lebenszyklus, Risikobewertung und Dokumentation beim Hersteller sowie Sicherheitsaktualisierungen ab Werk. Das ist für Sie als Betreiber bei jeder Neuinvestition relevant.

10.12.2024Inkrafttreten der Verordnung
11.09.2026Beginn der Meldepflicht
11.12.2027Verpflichtungen treten in Kraft — ab dann dürfen keine Produkte mehr neu verbaut werden, die dem CRA nicht entsprechen

Quellen: NIS-2-Umsetzungs- und Cybersicherheitsstärkungsgesetz, Bundesgesetzblatt vom 5. Dezember 2025, Inkrafttreten nach Artikel 30 · Verordnung (EU) 2022/2554 (DORA), anwendbar seit 17. Januar 2025 · Verordnung (EU) 2024/2847 (Cyber Resilience Act). Zuletzt geprüft am 18.09.2026.

Ihre Pflichten als Betreiber: vier Schritte, die jetzt anstehen

Das Gesetz benennt Pflichten, nicht Produkte. Diese Übersicht zeigt, was Sie gegenüber dem BBK erbringen müssen — und an welcher Stelle technische Sicherheitstechnik den Nachweis trägt.

Registrieren und 24-Stunden-Kontaktstelle melden

Betreiber kritischer Anlagen registrieren sich beim BBK und benennen eine rund um die Uhr erreichbare Kontaktstelle für ihre kritische Infrastruktur.

Risiken bewerten und Resilienzplan erstellen

Die Bewertung umfasst naturbedingte, klimatische und vom Menschen verursachte Risiken. Daraus leiten Sie geeignete sicherheitsbezogene, technische und organisatorische Maßnahmen ab — der physische Schutz muss dem Stand der Technik entsprechen.

Erhebliche Störungen unverzüglich melden

Vorfälle, die die Erbringung der kritischen Dienstleistung erheblich beeinträchtigen, sind ohne schuldhaftes Zögern zu melden. Eine sichere Alarmübertragung und eine ständig besetzte Stelle verkürzen hier die Reaktionszeit.

Alle zwei Jahre gegenüber dem BBK nachweisen

Im Turnus von zwei Jahren weisen Sie die Umsetzung der Resilienzmaßnahmen nach. Eine lückenlose technische Dokumentation von Planung, Errichtung und Wartung ist dafür die Grundlage — genau das liefern wir bei jedem Projekt mit.

Quelle: Bundesgesetzblatt Teil I, Nr. 66, 16. März 2026, KRITISDachG (zuletzt geprüft am 18.09.2026)

Unklar, welche Maßnahmen für Ihre Anlage angemessen sind?

Wir sehen uns Ihr Objekt an, ordnen die Anforderungen aus dem Gesetz Ihrer konkreten Risikolage zu und sagen Ihnen, was technisch nötig ist — und was nicht.

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Physischer Schutz von KRITIS Einrichtungen in der Praxis: Unsere Lösungen

Um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, ist ein ganzheitliches Sicherheitskonzept unerlässlich. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) schlägt eine sinnvolle Strukturierung von physischen Resilienzmaßnahmen vor, die wir in unseren Konzepten aufgreifen und mit modernster Technik umsetzen.

Quelle: BDI Stellungnahme (Stand: 24.01.2024)

Elektronischer Schutz: Das technologische Fundament Ihrer Sicherheit

Moderne elektronische Systeme sind unerlässlich für einen effektiven physischen Schutz von KRITIS Einrichtungen. Sie ermöglichen eine lückenlose Überwachung, eine frühzeitige Detektion von Gefahren und eine schnelle Reaktion im Ernstfall.

01

Zutrittskontrollsysteme

Steuern und protokollieren Sie präzise, wer wann Zugang zu sensiblen Bereichen erhält. Moderne Systeme ermöglichen die flexible Vergabe und den sofortigen Entzug von Berechtigungen, was eine wesentliche Maßnahme zur Verhinderung von unbefugtem Zutritt darstellt.

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02

Einbruchmeldeanlagen (EMA)

Als VdS-anerkannter Fachbetrieb planen und installieren wir Einbruchmeldeanlagen nach höchsten Sicherheitsstandards. Diese detektieren unerlaubte Eindringversuche zuverlässig und alarmieren umgehend, sodass Sie oder eine hilfeleistende Stelle schnell reagieren können. Die Einhaltung der VdS-Richtlinien stellt dabei sicher, dass Sie dem geforderten Stand der Technik entsprechen.

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03

Brandmeldeanlagen (BMA)

Brände stellen eine existenzielle Bedrohung dar. Als nach DIN 14675 zertifizierter Fachbetrieb für Brandmeldeanlagen sorgen wir für einen vorbeugenden Brandschutz, der Leben rettet und Sachwerte schützt. Unsere Anlagen gewährleisten eine frühzeitige Branderkennung und eine schnelle Alarmierung der Feuerwehr.

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04

Videoüberwachung

Intelligente Videoüberwachung dient nicht nur der Aufklärung von Vorfällen, sondern wirkt bereits präventiv. Moderne, KI-gestützte Systeme können Anomalien automatisch erkennen, auf potenzielle Gefahren hinweisen und so die Reaktionszeiten erheblich verkürzen. Sie sind ein entscheidendes Instrument zur Überwachung der Umgebung, wie es auch das Gesetz vorsieht.

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Mechanischer Schutz: die erste Barriere gegen unbefugten Zutritt

Zäune, Tore, Mauern und Türen mit erhöhter Widerstandsklasse bilden die physische Basis des Objektschutzes. Ihre volle Wirkung entfalten sie erst im Zusammenspiel mit elektronischen Systemen. Wir erweitern mechanische Komponenten um Sensorik zur Überwachung oder um Elemente der Zutrittskontrolle. So entsteht ein mehrstufiges System, das Barrieren schafft und deren Überwindung sofort detektiert.

Luftaufnahme eines gesicherten Firmengeländes mit umlaufender Umzäunung

Personeller Schutz: Technik, die Ihre Mitarbeitenden entlastet

Auch der Faktor Mensch gehört zur Sicherheitsstrategie. Automatisierte Alarme, klare Handlungsanweisungen auf dem Monitor im Alarmfall und eine zentrale Übersicht über alle Systeme ermöglichen es Ihrem Personal, im Ernstfall schnell und richtig zu handeln.

Außen montierte Überwachungskamera an einem Betriebsgebäude

So gehen wir vor: vom Risiko zur nachweisbaren Maßnahme

Resilienzmaßnahmen sind auf Basis staatlicher und eigener Risikoanalysen unter Einhaltung des Standes der Technik umzusetzen. Das heißt: zertifizierte Produkte, fachgerechte Planung, saubere Errichtung und regelmäßige Wartung. Unser Ablauf ist darauf ausgelegt, genau diese Kette zu dokumentieren.

AnalyseBedrohungs- und Schwachstellenanalyse am Objekt, Abgleich mit Ihrer Risikobewertung.
Planung und KonzeptMaßnahmen je Gewerk, normgerecht und verhältnismäßig zum Schutzbedarf.
UmsetzungErrichtung durch unsere zertifizierten Fachkräfte, inklusive Inbetriebnahme und Einweisung.
ReportingTechnische Dokumentation als Baustein für Ihren Nachweis gegenüber dem BBK.
OptimierungWartung, Instandhaltung und Anpassung bei veränderter Risikolage oder neuen Normen.

Wiederherstellung: das vierte Resilienzziel

§ 13 verlangt nicht nur Verhindern und Abwehren, sondern auch die zügige Wiederherstellung der kritischen Dienstleistung. Dazu tragen zwei Dinge bei, die in der Sicherheitstechnik oft übersehen werden: eine Notstromversorgung über Akkus in den Anlagen, damit Detektion und Meldung auch bei Stromausfall weiterlaufen — und eine frühzeitige Alarmierung, die die Zeit bis zum Eingreifen und damit bis zur Wiederaufnahme des Betriebs verkürzt. Beides zahlt direkt auf Ihr betriebliches Kontinuitätsmanagement ein.

Ihre Vorteile mit SITRONIC-Sievers

Die Wahl des Errichters entscheidet darüber, ob Ihre Maßnahmen dem Stand der Technik entsprechen und gegenüber Behörden und Versicherern Bestand haben.

Zertifizierte Expertise

Als VdS-zertifizierter Facherrichter und nach DIN 14675 zertifizierter Fachbetrieb arbeiten wir nach den anerkannten Regeln der Technik.

Unsere Zertifikate

Alles aus einer Hand

Von der Beratung über Planung und Installation bis zu Wartung und 24/7-Notdienst bleiben Sie bei einem Ansprechpartner — inklusive eigener VdS-zertifizierter Leitstelle.

Verhältnismäßig und wirtschaftlich

Das Gesetz verlangt verhältnismäßige Maßnahmen. Wir planen zu Ihrer tatsächlichen Risikolage, nicht zum Maximum.

Dokumentation, die trägt

Jedes Projekt wird lückenlos dokumentiert. Diese Unterlagen nutzen Sie für Ihren Nachweis gegenüber dem BBK und für Ihren Resilienzplan.

Unsere Referenzen

Sprechen Sie mit uns über Ihre Anlage. Wir sagen Ihnen, wo Sie stehen und welche Schritte sinnvoll als Nächstes kommen.

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    Häufige Fragen zum physischen Schutz von KRITIS-Einrichtungen

    Letzte Aktualisierung: 21.09.2026