KI-generiertes Bild einer typischen Unfallsituation
Zertifizierte Notrufzentrale · ALZENTRA-Sievers
Totmannschalter für Alleinarbeit
Ein Totmannschalter (auch Totmannfunktion / Bewegungslosmelder) löst automatisch Alarm aus, wenn sich eine allein arbeitende Person über eine definierte Zeit nicht mehr bewegt – z. B. bei Bewusstlosigkeit. In der Praxis wird der Alleinarbeiterschutz erst dann „rund", wenn das Gerät auf eine ständig besetzte, qualifizierte Stelle aufgeschaltet ist und die Alarmkette organisatorisch geregelt ist.
Totmannschalter: Bedeutung, Funktion und Einsatz bei Alleinarbeit
Ein Totmannschalter (auch Totmannknopf oder Totmannmelder) ist eine Sicherheitsvorrichtung. Sie prüft, ob ein Mensch an einer Maschine, Anlage oder einem Fahrzeug noch handlungsfähig ist. Schläft der Bediener ein, wird er bewusstlos oder verlässt er seinen Platz, reagiert er nicht mehr wie gefordert – dann stoppt das System automatisch.
Im Arbeitsschutz-Kontext wird der Totmannschalter je nach Einsatz sehr unterschiedlich umgesetzt:
Totmannprinzip als „läuft nur, solange aktiv gehalten".
Als Sicherheitsfahrschaltung (Sifa) mit Vigilanzprüfung.
Als sensorbasierter Totmannmelder im Personen-Notsignal-Gerät (PNG), der bei Sturz oder Bewegungslosigkeit einen Notruf auslöst.
Totmannschaltung vs. Notrufknopf: Wo liegt der Unterschied?
Die Person drückt selbst – setzt voraus, dass sie noch handlungsfähig ist.
Das System löst aus, wenn definierte Kriterien erfüllt sind (z. B. keine Bewegung über Zeitraum X oder fehlende Bestätigung).
Wie funktionieren sensorbasierte Totmannmelder bei Alleinarbeitern?
Sensorbasierte Totmannmelder für Alleinarbeit sind in der Praxis meist mobile Personen-Notsignal-Geräte (PNG). Sie lösen automatisch Alarm aus, wenn eine Person wahrscheinlich handlungsunfähig ist (z. B. Sturz, Bewusstlosigkeit, Bewegungslosigkeit) – und ergänzen damit den Notrufknopf.
Typische Sensorik & Logik
Alarmkette (praxisnah)
Totmannwarner: Was meinen Nutzer damit?
„Totmannwarner" wird häufig als Sammelbegriff verwendet – gemeint ist meist ein Gerät mit Totmannfunktion/Bewegungslosmelder, plus Alarmübertragung (Mobilfunk/SIM), plus geregelte Alarmannahme (z. B. Leitstelle) und definierte Maßnahmen.
Wichtigste Einsatzbereiche
Bei Zügen und Straßenbahnen ist die Sicherheitsfahrschaltung (Sifa) der bekannte Totmann-Ansatz.
Kettensägen, Rasenmäher oder Winkelschleifer stoppen sofort, wenn man den Griff loslässt.
Bei Wartung in Gefahrenbereichen verhindern Totmanneinrichtungen das unerwartete Anlaufen der Anlage.
Personen in großen Lagern oder Gefahrenzonen tragen mobile Totmannmelder am Körper, die bei Sturz oder Bewegungslosigkeit einen Notruf absetzen.
Referenzen (Auszug) – Absicherung der Alleinarbeit durch Personennotrufsysteme
Vertrauen entsteht durch verlässliche Prozesse – besonders dann, wenn Mitarbeitende allein arbeiten und im Ernstfall jede Minute zählt. Als Partner für die Absicherung von Alleinarbeit übernehmen wir die Aufschaltung und Alarmannahme von Personennotrufsystemen und sorgen dafür, dass Notrufe in der Alleinarbeit strukturiert entgegengenommen und nach festgelegten Abläufen weiterbearbeitet werden.
Das Bundesverfassungsgericht mit Sitz in Karlsruhe ist das höchste deutsche Gericht für Verfassungsangelegenheiten und eine eigenständige, unabhängige Verfassungsinstitution. Wir sichern die Alleinarbeit durch Personennotrufsysteme – inklusive Annahme von Notrufen in der Alleinarbeit.
Der Dortmund Airport ist ein moderner Regionalflughafen im östlichen Ruhrgebiet und wichtiger Verkehrsknoten für den Reiseverkehr. Wir stellen PNG Geräte bereit mit aufschaltung auf unsere Notrufzentrale.
Für wen lohnt sich ein Totmannschalter für Alleinarbeit?
Ein Totmannschalter bzw. Totmannmelder ist sinnvoll überall dort, wo Mitarbeitende außerhalb von Ruf- und Sichtweite arbeiten und im Ereignisfall keine schnelle Eigenrettung möglich ist.
Typische Szenarien:
Praxis-Hinweis: Häufige Schwachstelle ist nicht das Gerät, sondern die Prozesskette (Zuständigkeiten, Eskalationsstufen, Hinterlegung von Standort-/Kontaktinformationen).
Risikobeurteilung bei Alleinarbeit (DGUV Regel 112-139)
Die DGUV Regel 112-139 „Einsatz von Personen-Notsignal-Anlagen" beschreibt eine Berechnungsvorschrift zur Risikobeurteilung mit Gefährdungsstufen. Die jeweilige Gefährdungsstufe beeinflusst, wie Alleinarbeit überwacht und abgesichert werden sollte.
Risikowert:
R = (GZ + EV) × NWZusätzliche technische und organisatorische Maßnahmen sind erforderlich. Bleibt der Wert trotz Maßnahmen über 30, kann Alleinarbeit unzulässig sein.
Maßnahmen nach dem STOP-Prinzip umsetzen und PSA zum Start der Rettungskette einsetzen.
Quellen: BGN Branchenwissen – Alleinarbeit · DGUV Regel 112-139
Anforderungen aus der Praxis: Worauf Sie beim Totmannschalter achten sollten
Ein Alarm ist nur dann hilfreich, wenn er sicher ankommt und sofort bearbeitet wird.
Totmannschalter mieten statt kaufen: Wann ist das sinnvoll?
Miete passt häufig, wenn Sie:
BG-konform, SIM bereits eingelegt, inklusive Aufschaltung auf unsere nach VdS 3138 und DIN EN 50518 zertifizierte Notruf-Service-Leitstelle.
Kosten: Was beeinflusst den Preis?
Typische Kostentreiber sind:
Letztes Update: 17.06.2026