Digitaler Nachlass: Was Angehörige über Online-Konten und Passwörter wissen sollten
Vieles findet heute online statt: Wir kommunizieren per E-Mail, pflegen Kontakte in sozialen Netzwerken, schließen Verträge für Strom oder Mobilfunk im Internet ab und nutzen vielleicht sogar smarte Geräte in unserem Zuhause. Doch was passiert mit all diesen Daten und Zugängen, wenn wir uns plötzlich nicht mehr selbst darum kümmern können?
Als Ihr Partner für ein sicheres und selbstbestimmtes Leben möchten wir bei AUTAVIE-Sievers heute ein Thema ansprechen, das oft übersehen wird: die digitale Vorsorge. Eine gute Regelung Ihres digitalen Nachlasses kann Ihren Angehörigen im Ernstfall viel Stress, Zeit und Kosten ersparen.
Das unsichtbare Erbe: Was ist der digitale Nachlass?
Zum digitalen Nachlass gehört alles, was Sie im Internet an Spuren und Werten hinterlassen. Das Problem: Online abgeschlossene Verträge enden nicht automatisch, wenn eine Person nicht mehr handlungsfähig ist oder verstirbt. Sie laufen weiter und verursachen Kosten, bis sie aktiv gekündigt werden.
Ohne die passenden Zugangsdaten wird es für Angehörige jedoch schwierig, sich einen Überblick zu verschaffen und notwendige Schritte einzuleiten.
Quelle: Verbraucherzentrale (Stand: 20.03.2026)
Verträge laufen weiter
Online abgeschlossene Verträge enden nicht automatisch. Ohne Zugangsdaten können Angehörige diese nicht kündigen – es entstehen unnötige Kosten.
E-Mail-Konten
Zugänge zu E-Mail-Providern und darin enthaltene Korrespondenz.
Soziale Netzwerke
Profile bei Facebook, Instagram, WhatsApp und anderen Plattformen.
Online-Verträge
Strom, Mobilfunk, Streaming-Dienste und andere Abonnements.
Smart-Home-Geräte
Zugänge zu vernetzten Geräten und deren Steuerungssystemen.
In 3 Schritten zur digitalen Vorsorge: Eine praktische Anleitung
Eine rechtzeitige und durchdachte Regelung ist der beste Weg, um Chaos zu vermeiden. Die Verbraucherzentrale empfiehlt hierzu ein klares Vorgehen, das wir für Sie zusammengefasst haben.
Eine Vertrauensperson bestimmen und bevollmächtigen
Der erste und wichtigste Schritt ist, eine Person Ihres Vertrauens zu bestimmen, die sich um Ihre digitalen Angelegenheiten kümmern soll. Halten Sie diese Entscheidung schriftlich in einer Vollmacht fest.
Wichtig ist, dass diese Vollmacht „über den Tod hinaus" gilt. Nur so kann Ihre Vertrauensperson auch nach Ihrem Ableben handeln. Ein Muster für eine solche Vollmacht finden Sie zum Beispiel im Online-Tool der Verbraucherzentralen.
Quelle: Verbraucherzentrale (Stand: 20.03.2026)
Eine vollständige Liste aller Online-Konten erstellen
Eine Vollmacht allein reicht oft nicht aus, denn sie ist nur der rechtliche Schlüssel. Ihre Vertrauensperson benötigt auch die praktischen Schlüssel: Ihre Zugangsdaten. Erstellen Sie eine detaillierte Liste all Ihrer Online-Konten. Diese sollte enthalten:
Zwei-Faktor-Authentifizierung beachten
Viele Konten sind durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) geschützt. Ihre Vertrauensperson muss wissen, wie sie im Notfall auf Ihr Smartphone zugreifen kann, um die benötigten Codes zu erhalten.
Quelle: Verbraucherzentrale (Stand: 20.03.2026)
Die Liste sicher und zugänglich aufbewahren
Bewahren Sie diese wichtige Liste an einem sicheren Ort auf. Das kann ein verschlossener Umschlag sein, den Sie zu Ihren wichtigen Dokumenten legen. Entscheidend ist: Ihre Vertrauensperson muss wissen, wo sie diese Liste im Ernstfall finden kann.
Legen Sie die Liste am besten gemeinsam mit Ihren Notfallunterlagen ab, damit alles Wichtige an einem Ort zusammengefasst ist.
Verantwortung übernehmen, Sicherheit schaffen
Sich frühzeitig um den digitalen Nachlass zu kümmern, ist ein Ausdruck von Fürsorge. Sie nehmen Ihren Liebsten eine schwere Bürde von den Schultern und sorgen dafür, dass Ihr digitales Leben in Ihrem Sinne geordnet wird. Es ist ein weiterer, wichtiger Baustein für ein rundum selbstbestimmtes Leben.
Digitale Vorsorge ist ein Akt der Fürsorge. Regeln Sie Ihren digitalen Nachlass rechtzeitig – und nehmen Sie Ihren Angehörigen eine schwere Bürde von den Schultern.
Fragen zu Sicherheit und Vorsorge?
Wir beraten Sie persönlich zu unseren Hausnotruflösungen und einem sicheren Leben zu Hause.
Kontaktieren Sie uns telefonisch oder stellen Sie eine unverbindliche Anfrage.
Digitale Vorsorge und digitaler Nachlass – einfach erklärt
Viele Dinge passieren heute im Internet.
Zum Beispiel:
- E-Mails schreiben
- Soziale Netzwerke nutzen
- Verträge online abschließen
- Smarte Geräte zuhause nutzen
Manchmal kann man sich plötzlich nicht mehr selbst kümmern.
Oder man stirbt.
Dann bleiben viele Daten und Verträge trotzdem bestehen.
Darum ist digitale Vorsorge wichtig.
Sie hilft Ihren Angehörigen.
Sie spart oft Zeit, Stress und Geld.
Was ist der digitale Nachlass?
Der digitale Nachlass ist alles,
was Sie im Internet haben.
Zum Beispiel Konten, Verträge, Fotos und Nachrichten.
Wichtig ist:
Online-Verträge enden oft nicht automatisch.
Sie laufen weiter und können Geld kosten.
Sie müssen aktiv gekündigt werden.
Ohne Zugangs-Daten ist das für Angehörige schwer.
Digitale Vorsorge in 3 Schritten
Schritt 1: Vertrauensperson bestimmen
Wählen Sie eine Person, der Sie vertrauen.
Diese Person soll sich um Ihre digitalen Dinge kümmern.
Schreiben Sie das in eine Vollmacht.
Wichtig ist:
Die Vollmacht soll „über den Tod hinaus“ gelten.
Dann kann die Person auch nach Ihrem Tod handeln.
Schritt 2: Liste mit allen Konten machen
Machen Sie eine Liste mit allen Online-Konten.
Zum Beispiel:
- Anbieter (E-Mail, Shop, soziales Netzwerk)
- Benutzername (oft die E-Mail-Adresse)
- Passwort
- Wunsch: Konto löschen oder behalten
Denken Sie auch an 2-Faktor-Anmeldung.
Dann braucht man zusätzlich einen Code.
Der Code kommt oft aufs Handy.
Darum muss klar sein, wie die Vertrauensperson ans Handy kommt.
Schritt 3: Liste sicher aufbewahren
Bewahren Sie die Liste sicher auf.
Zum Beispiel in einem verschlossenen Umschlag.
Wichtig ist:
Die Vertrauensperson muss wissen, wo die Liste liegt.
Warum ist das wichtig?
Digitale Vorsorge ist Fürsorge.
Sie entlasten Ihre Familie.
Und Sie sorgen dafür, dass alles in Ihrem Sinne geregelt wird.
Quelle: Verbraucherzentrale.
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